Den Engländern haben wir es zu verdanken, dass das Chutney während der Kolonialzeit den Weg nach Europa fand. Chutneys kommen ursprünglich aus Indien, dort werden sie zu den täglichen Mahlzeiten frisch zubereitet. Meistens sind Chutneys würzig, häufig auch süß-sauer oder scharf pikant und werden als Dip verwendet. Der Begriff "Chutney" kommt aus dem indischen Hindi und bedeutet "zum Lecken". Chutney-Rezepte gibt sehr viele. In Europa bestehen Sie meist aus Gemüse oder Früchten, wobei als Hauptzutaten häufig Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kokos, Kürbis, Mango, Ananas, Auberginen, Zucchini, Äpfel, Birnen, Avocado und sogar Bananen verwendet werden. Mit Salz, Zucker, Chili, Pfeffer, Ingwer, Kümmel, Zitronensaft oder Essig werden Chutneys verfeinert und erhalten dadurch eine bestimmte geschmackliche Note.
Abhängig von den Zutaten werden Chutneys wie Marmelade gekocht oder kalt püriert. In Gläsern gut verschlossen und kühl und dunkel gelagert halten sie einige Monate. Nach dem Öffnen sollte das Chutney schnell verbraucht werden. Sie passen ausgezeichnet zu gebratenem Fleisch, Wild, Geflügel, Fisch, kaltem Braten, kalter Jause oder zu Käse. Ein kleiner Tipp: Gutes Schwarz- oder Weißbrot vom Bäcker (nicht aus dem Supermarkt!), in kleine „Fingerfood“ Scheiben geschnitten, etwas resch (knusprig) anbraten, mit Chutney bestreichen und als Vorspeise servieren. Schmeckt einfach köstlich.